Studienfahrt 2002 nach Katalonien

Fast zu harmonisch, um wahr zu sein. Und doch war’s so: Kultur und Relaxing hielten sich die Waage, keine Schnapsleichen, keine 3 Quadratmeter-Souvenirs. Und trotzdem jede Menge Fun!

Wie man bereits auf der Hinfahrt diversen Gesichtern und...

...noch diverseren Hinterteilen ansehen kann.

Nuja, manchmal kann man Gesichter und Hinterteile schwer auseinanderhalten. (Sorry, schlechter Scherz auf Kosten von D.)

Jedenfalls steht man mit beidem an, nächtens vorm Bus, und...

...tags drauf vorm Dalí-Museum. Ganz brav in Zweier-Reihen. Respekt!

Hat sich aber auch gelohnt. Das Museum und ehemalige Theater in Figueras bietet nicht nur überdimensionale Kunst in 2-D, auch der 3-D-Freak kommt...

...beispielsweise im Mae-West-Raum auf seine Kosten.

Flo und Sina, das Hochglanz-polierte Dalí-Grab links liegen lassend, zelebrieren noch den Gesamteindruck, ebenso wie...

...Schorsch und Albi, von denen niemand weiß, ob sie je das Dalí-Museum betreten haben.

Besessen haben es auf jeden Fall Sylvi und Gesa, wie man leicht sieht (letzteres Zitat ist des Autoren ehemaligem Mathe-Lehrer anzulasten. Das kam im Unterricht immer, wenn man alles andere als leicht sah.)

Was man auf jeden Fall leicht sieht, ist die Erleichterung auf den Gesichtern von Sacha, Sebi und André, endlich angekommen zu sein. .

Und so sind alle angekommen. Zumindest erstmal bei Dalí. Wie man leicht sieht.

Reinhold Eder sorgt mittlerweile mittels “Lieblingsspielzeug” (Bus-Mikro) dafür, dass wirklich alle ankommen, auf den Boden der Tatsachen, bestehend aus spanischer und weiteren Geschichterln.

Nach nicht unkomliziertem Einchecken in unser Luxus-Domizil: bereits der erste Ausflug. Ursel (unsere weibliche Begleit-Person), posierend...

...vor spanischer Bergdorf-Kulisse...

...mit wahrhaft romantischem charme, was...

...nicht nur die vier Grazien belegen können, sondern...

...der gesamte Zwölver-Rat, bestehend aus 44 Leuten.

Zwei davon sind der Flo und die Sina unter dem Schutz von extra coolen Sonnenbrillen, ganz im Gegensatz zur...

...Wally, die sich lediglich mit einem Sonnen-Deckel schützt.

Jedenfalls macht die West-Fassade des Kirchleins ganz gewaltig was her, trotz der Autos, und das finden auch...

...hm...nur noch drei Grazien... Die werden doch nicht weniger werden?

Nö, immerhin, die Fassade scheint auch noch andere anzuziehen.

Es stellt sich heraus: es ist nicht nur die Fassade. Auch die Innereien beeindrucken. Der Urnen-Friedhof beispielsweise. Nicht nur den Lukas, ...

...auch die Deckel-bewehrte Wally und ihr Gefolge.

Andere sind bereits auf dem Rückweg, zielstrebig oder noch verweilend, wie...

...diese drei (also nochmal Grazien).

Verweilen ist aber wirklich angesagt bei diesen Bauwerken, ob unverkäuflich, wie dieses Stadttor, oder...

...erwerbbar, wie diese Immobilie (“zu verkaufen” stand auf dem Schild).

Jedenfalls treffen sich alle wieder auf dem Marktplatz, wo es nichts weiter zu kaufen gibt außer Käse, zumindest zu der Uhrzeit.

Die späteren Unterwassersetzer nehmen’s im Schatten gelassen hin.

Ebenso wie (dahingehend früher, wobei Sylvie nicht gemeint ist) etwas später am Wasser in Gerona, wo die...

...größte Hallenkirche Europas wartet. Und natürlich das K-Photo, von Ferne und aus...

...der Nähe. Abgestuft, aber stufenlos, zumindest für die K-Stufe 12, bzw. zumindest für den Teil, der nach Spanien fand und nicht nach...

...Rom, welches 1079 Kilometer entfernt liegt und uns 0,00 % interessiert.

Zurück zu den vor kurzem noch späteren Unterwassersetzern: die haben mittlerweile ganze Arbeit geleistet und per Bidé-Kühlung ihrer Getränke das eigene Zimmer, das drunter (Julia und Kathrin) sowie die Rezeption vollständig überflutet. Die gesamte vorhandene Kollegstufe, auch schon erwähnt, half mit, den...

...sichtlich entstandenen Schaden auf ein Minimum zu beschränken, einschließlich...

...einer Matratzen-Exposition auf dem Dach...

...und entsprechenden Aufräumungsarbeiten.

Es entschädigen, wie eigentlich jeden Abend, der Strand,...

...die Gesa, welche, wie wir mittlerweile wissen, eine Schwester namens Frauke besitzt...

...der Mond, Komma meistens voll,...

...die gesamte Truppe unter dem vollen Mond, nach Joes Meinung gediegen voll,...

...die Tina, vollends überzeugt von der Szenerie,...

...die schnelle Eingreiftruppe in Sachen Extreme-Massaging, in die Vollen greifend,...

...und, ebenso in die Vollen greifend, die Musi in Form von Lukas.

Insgesamt also jeden Abend Total-Entschädigung für geringfügige Vorkommnisse, die eigentlich garnicht entschädigt werden müßten.

Dafür ist, wiederum eigentlich, die allabentliche Szenerie nicht zu verachten.

Auch, wenn man bei Sina, Flo und Matze näher hinschaut, oder bei der...

...Extreme-Massaging-Crew.

Extrem auch, nach angemessen verbrachter Nacht, das Kloster in den Bergen: Monserrat, der übersetzt “zerklüftete Berg”, zwar heute...

...leider nur noch ein Wiederaufbau, architektonisch gesehen, aber die Berge...

...sind immer noch zerklüftet, und lediglich neu-bebaut..

Nicht so ihre Besucherinnen natürlich!

Einiges in Monserrat ist sogar noch original. Die gotischen Bögen beispielsweise. Originale auch davor: Reinhold Eder und die Urs.

Fast noch origineller: die Architektur von Antoní Gaudí. Die Tropfstein-Ästhetik der Sagrada Familia (vergleiche mit der gotischen Kathedralen-Baustelle), und die...

...Mosaik-Ballustrade ( längste Parkbank der Welt) des Parque Güell.

Nach dem Ausflug nach Barcelona und Umgebung geht’s rasch zurück in’s Domizil, wo Sylvie den umkreisenden Männern zeigt, was ‘ne Harke ist.

Danach setzt man sich ab (sorry, Kommunikationssache) in’s Nachbarkaff in’s “La Gamba” zum Essen.

Abends ist man aber rechtzeigig wieder da, um Sylvie im neuen Outfit zu erleben. Immer noch vor Vollmond, ebenso wie...

...Albi und Schorsch, die meinen, die Lage völlig im Griff zu haben.

Erstmals an diesem Strand sind sogar Feuer endzündet worden. Die kontrastieren in goldenem Schein wundervoll mit dem silbernem Mond-Himmel.

Am nächsten Tag: nochmal Barcelona, nach Picasso-Museum, vor der Kathedrale. Alle fanden, es sei Zeit für ein oder zwei Gruppenphotos. Also: eins,...

...zwei,...

...und drei.

Eins zuviel? Dann noch drei minus eins: zwei von uns und ein barcelonesischer Penner. Oder war der wirklich so verpennt?

Sina und Flo zumindest mal innerhalb der Kathedrale (nicht, wie im vergangenen Jahr: Kathredale), und aufmerksam wie unverpennt. Danach allerdings verteilt sich alles auf Barcelona, seine Geschäfte und seine...

...Märkte mit ihren oftmals maritimen Verlockungen.

Drauf setzt sich ein Ameisenstaat in rot in Bewegung, den botanischen Garten zu befallen.

Wobei die Männchen sich völlig unbeschwert fühlen in der amerikanischen Kakteenlandschaft, im Gegensatz zu...

...den Weibchen. Zumindest die Tina schmollt. Ist wieder mal der Sebastian schuld?

Oder gar der Meister Eder? Kann eigentlich nicht sein, denn der wartet lediglich bzw. glücklicherweise mit Kultur auf.

Ganz im Gegensatz zum Albi, der nur das kulturelle Feigenblatt, welches keines ist, im Sinn hat und zur Schau trägt. So auch der...

...Mr. Baumeister, dessen Feigenblatt noch um einiges weniger bieten kann..!

Dafür bietet der allabendliche Strand größere Dinge. Musik zu Beispiel, gehört und...

...gespielt, und das mit Herz.

Herz übrigens auch beim Heimgang von der abendlichen Bleibe zum nächtlichen Domizil: Laura zu Füßen von Tina, ihr schuhtechnisch zu Diensten. Wie kann man Zuneigung besser bildnerisch und coronal demonstrieren?

Demonstrativ auch die übrigen heimkehrenden Recken: Siegesgewiss, aber auch...

...devot, vor unserem Hotel zumindest in die Knie gehend.

Sorry für alle, die übler frühstücken müssen. Aber dies ist der Blick, der sich den Barcelona-Fahrern morgens auf der Terasse bietet. Und so beginnt wieder ein Tag, der viel verspricht...

...und ebensoviel hält. Denn Reinhold Eder treibt und hält die Massen zusammen. So in den Ausgrabungen von Enturies, in denen sich auch...

...Sina und Flo unsterblich gemacht haben. Wie gesagt, der Meister ist...

...nicht jenseits von Eden, sondern auf den Punkt gebracht.

Während andere derweil völlig neben der Kappe und damit weit ab vom Schuss sind.

Oder schlichtweg die klassischen Schattenparker.

In der Sonne dagegen: die zeitlosen römischen Überreste.

Und Lukas, in Púbol, am Richard-Wagner-Brunnen von Salvador Dalí.

Danach: das zweite Abendessen-Escape von M und Urs. Man speiste unter anderem See-Igel. Also das Getier, worauf der Nils vergangens Jahr getreten war. Denkwürdig. Zumindest für die dinierenden.

Drauf wieder: Meeting am Strand. Diesmal mit der besonderen Option, eine Flaschanpost zu entsenden. Die schreibt, mit Unterschrift aller anderen, einschließlich Spocks Empfehlung,  der Joe,...

...eröffnend mit den legendären Worten: “Hello, dear Finder”...

Eine solche Flaschenpost-Aktion will recht bedacht sein, sowie organisiert. Die Sylvie muss beispielsweise die pyrotechnischen Feinheiten bezüglich der sich in ihrer Hand befindlichen Rolle kontrollieren.

Die Rolle der Kontrolleure dessen übernehmen diese Leute.

Die Rolle der zu positionierenden Rolle übernimmt schließlich die Sina. Und auch für die Rolle des zu Versiegelnden wird schließlich ein...

...Freiwilliger gefunden. Ebenso wie für den Letzten in der Flaschenpost-Aktions- Kette: den Werfer.

Dieses Rollenverhalten übernimmt (wieder) der Joe. Und das tut er mit Pathos und...

...technischer Rafinesse.

Das post-postale Abschluss-Photo: die Crew des letzten Abends. Bevor es wieder zurückgeht, wobei es bei der Heimreise einige...

...technische Schwierigkeiten gibt. Namentlich der Keilriemen, also, einer von vielen, was allerdings...

...unsere Drei von der Tankstelle (well remembered?) kaum außer Fassung bringt. Warum auch? Wir haben doch Spezialisten an Bord, die mit traktorischem Sachverstand,...

...den Schaden zu beheben verstehen. Das Verb “heben” ist mit Bedacht gewählt, denn es werden alle Hebel-Gesetze...

...berücksichtigt, vom Arbeitsgerät bis hin zum...

...eingebauten Provisorium.

Kurz vor dem Ziel ist dennoch eine letzte gemeinschaftliche Aktion vonnöten. Einen Bus rückwärts anzuschieben, wer ist schonmal in einen sochen Genuss gekommen?

Statt einer Abschlussbemerkung füge ich hier den Brief an, den ich Euch abschließend habe zukommen lassen. Ich glaub, da steht alles abschließende drin. In voller Beschlußfähigkeit, Euer

M.E.

Liebe Barcelonesen!

Ohne Mikrophon, der Enge des mit Not-Keilriemen und konsekutiv versagender Klimaanlage sowie reichlich wenig Platz ausgestatteten Alkemeyerschen Vehikels entronnen und mit einem Guthaben von einigen ruhigen Stunden der Reflektion redet sich’s einfach leichter. Zumindest, was mich persönlich betrifft.

Wir haben eine ereignisreiche, teils anstrengende, teils relaxte Woche hinter uns, welche ich im Bus mit einigen rudimentären Dankesworten versucht habe zu beschließen.

Diese galten und gelten auch hier noch einmal einerseits unserer tragischerweise auf zwei von drei reduzierten, dennoch äußerst zuverlässigen, flexiblen und oftmals Drahtseil-Nerven beweisenden Fahrer-Crew, deren übriges Drittel, die einschlägigen Anweisungen des gastgebenden Hauses umkletternd, sich von einem tiefgehenden Absturz nicht mehr hatte erholen können.

Weiterhin durfte ich andeuten, dass zum besten Gelingen der Fahrt meine beiden Flügelleute, Ursula Basler-Petsch und Reinhold Eder, wesentlich und prägend, wort-wie tatenreich beigetragen haben.

Ursel, die sich nie hätte träumen lassen, dass sie sich einmal in der Rolle einer offiziellen (auf dieses Adjektiv war sie besonders stolz), weiblichen (jenes war eher selbstverständlich) Begleitperson finden würde und die sich dennoch sofort mit dieser Rolle identifizieren konnte, hatte, denke ich, immer ein offenes Ohr für Euch, und ihre vermittelnde, ruhige Art stärkte das harmonische, kompositorisch ausgewogene Bild der gesamten Reise.

Ebenjenes Bild wurde gewürzt durch, bleiben wir mal in der kunstgeschichtlichen Terminologie, regelmäßig rhythmische Akzente in Form von verbalen Pinselstrichen, oftmals ausgeführt mit dem von seinem Künstler, Reinhold Eder selbst als “mein Kreide-Ersatz“, aber auch “Lieblingsspielzeug“ bezeichneten Bus-Mikro.

Doch auch auf der Rückseite der Leinwand, dort, wo es um die organisatorischen Kleinigkeiten geht, welche man im Zuge des Gesamtkunstwerks leicht zu übersehen geneigt ist, spielte Reinhold Eder als “alter Hase in diesem Geschäft“ eine federführende und essentiell wichtige Rolle.

Er hat die Barcelona-Fahrt des Rhön-Gymnasiums mitbegründet und mitgestaltet, und solange sie weiter besteht, wird er damit verbunden bleiben.

Nun aber zu denen, die den eigentlichen Erfolg, und als solchen schätze ich die Lage ein, der „Studienfahrt Barcelona 2002“ herbeigeführt haben, und das seid Ihr!

Vieles verbindet mich persönlich mit Eurem Jahrgang, mehr als mit manch anderen Schulklassen, und vielen fühle ich mich besonders verbunden. Die gesamte ehemalige 11c sei genannt, die nicht nur einen Filmpreis errungen, sondern auch eine halbe Fabrik mit großer Kreativität angepinselt und, im großen Ganzen als K12 dieses Jahr ein (im nächsten Jahr zu realisierendes) Denkmal-Projekt angeleiert hat, der Video-Kurs, hauptsächlich aus Euren Reihen gestellt, welcher mit viel Energie einen zweiten – ersten - Filmpreis erzielen konnte, außerdem hochkarätige Schauspieler und Musiker, die in Film- wie Theaterproduktionen beeindruckende Leistungen zeigten. Dazu noch das ein oder andere private Gespräch auf der einen oder anderen Feier. Und jetzt schließlich noch die Fahrt, auf der ich weitere interessante - mir bislang leider wenig bekannte - Persönlichkeiten kennen lernen durfte.

Deshalb verzeiht mir, wenn ich die ganze Sache etwas subjektiv sehe.

Aber eine Gruppe, die dermaßen zusammenklingend (trotz unvermeidlicher, aber auch zu begrüßender Einzelgruppierungen), diszipliniert, interessiert und gleichzeitig lebensfroh wie locker auftritt, ist mir bisher bei weitem noch nicht untergekommen, und dies bestätigt auch ohne Einschränkung der Rest des Führungsstabes.

Illustrativ untermauern kann ich diese Aussagen sofort, indem ich nur auf unsere private, kleine Hochwasserkatastrophe hinzuweisen brauche, als Ihr in einer beispiellosen Heinzelmännchenaktion durch Zuverlässigkeit, Bereitschaft und ein effektives Zusammenhelfen das Hotel davor bewahrt habt, zwei Zimmer und die Rezeption in Reisfelder umwandeln zu müssen.

Was mich aber am meisten gefreut hat, war Eure konsequente Beweisführung, dass eine Abifahrt nicht gleichzusetzen ist mit einer Kampfsauftour, was leider allzu oft so gesehen wird. Irgend jemand von Euch hat die nocturne Alkoholrate mal als “gediegen“ bezeichnet, und genauso waren die Vollmond-Sessions am Strand, an dem sich als offensichtlich weit bessere Alternative zu Discobesuchen ein Großteil von Euch regelmäßig einfand, um zu schauen, zu reden, zu musizieren, die Erbsen im Kanon über die Straße rollen zu lassen und bei alledem Maß zu halten. Ich glaube, keiner von uns wird diese Abende unter dem Zusammenspiel von goldenem Kerzenschein und silbernem Mondlicht je vergessen.

Vor allem nicht der zurecht selbsternannte “harte Kern“ mit “80% Stranddurchhaltevermögen“, zu dem mit Sicherheit Lukas, Matze, Laura, Joe, der mit den Worten “Hello, dear finder!“ die offizielle Fahrt-Flaschenpost, welche zu korrigieren kaum nötig war, eröffnete, Markus, Gesa, Tina, die gelegentlich schmollte, vor allem, wenn sie von Sebastian belästigt wurde, besagter, ansonsten überhaupt nicht lästiger, im Gegenteil, Sebastian, Svenja, Sylvi, die als periodisch florales Erkennungsmerkmal einen Faden anführte, und wohl auch Flo, dem mein Dank für das Wiederfinden meiner Lampe ewig nachschleichen wird, Sina und Minsen zählten, ebenso wie Dommi, der immer spät kam, aber kam, und Franziska, deren Gitarre der Barcelona-Fahrt eine neue Dimension hinzufügte, von Lukas und Markus gelegentlich auf unorthodoxe Weise zum Schlagwerk degradiert. Und selbst der Wiethie konnte überzeugt werden, in die Saiten zu greifen, ein Genuss mit höchstem Seltenheitswert.

Doch auch andere Einzelleistungen werden uns noch lange im Gedächtnis bleiben, wie die nächtlichen Reparaturarbeiten am Bus von Albi, der den 17-jährigen Franzosen als “little guy“ abtat, und vom Jürchen, dem das Aussehen weiblicher Wesen “woscht“ sei, da man nachts eh nix sehe und der DEN Spruch der Fahrt schlechthin prägte: “I’m not ä räbbit! I only eat things which lived before!“

Oder die rekordverdächtige Leistung von Nancy und Julia, mittels Flaschenkühlung drei Stockwerke des Hotels zum Pool umzufunktionieren und dabei gezielt zwei Bücher zu töten.

Vieles ließe sich noch anfügen, viele ließen sich noch zitieren, doch mit einem kleinen, zusammengefassten Kompendium für aktive Verkehrsteilnehmer in Barcelona am Ende dieser Zeilen, welches mir der Reinhold Eder sicher nicht krumm nehmen wird, möchte ich es bewenden lassen.

Wir haben viel Kultur aus fast 3000 Jahren spanischer Geschichte gesehen und gehört, was Ihr mit Interesse aufgenommen habt, wir haben uns aber auch gut erholt, denke ich, und somit eine ausgewogene, harmonische Fahrt erlebt. So habe zumindest ich sie empfunden, und dafür möchte ich Euch danken.

 

R.E.’s Anweisungen an den Busfahrer, frei nach Shakespeare

“Jetzt nord-nordwest fahren, am besten Blinker setzen, in die Avenida –wie spricht man des aus?- dann, oh, davorn steht einer auf der Fahrbahn, schad, links in die Einbahnstrass, na ja, dann ned, eigentlich, jetzt ost-südost danüber, links oder rechts einordnen, ich zeig Ihnen, äh, Dir auf der Karte, wo wir grad sind, musser doch auch wissen, einordnen, jetzt gradaus, geht net, macht nix, beim Kreisverkehr müssmer rum, dann, Moment, da, wo die geklauten Autos stehn, also süden.“